Weinerzeuger

Weinerzeuger

Winzergenossenschaft Bergstraße eG

Die 1950 gegründete Winzergenossenschaft Bergstraße eG hat ihren Sitz in Hemsbach und bewirtschaftet derzeit rund 55 ha Rebfläche entlang der Badischen Bergstraße.

Insgesamt 50 Winzerinnen und Winzer sorgen auf den Gemarkungen von Laudenbach, Hemsbach, Sulzbach, Weinheim, Hohensachsen, Lützelsachsen sowie Hirschberg Großsachsen seit langem dafür, dass außergewöhnliche Weine gedeihen. Mit dem Anschluss der im nördlichsten Baden gelegenen Genossenschaft an den Winzerkeller Wiesloch im Jahre 1965 konnte dessen Sortiment um Produkte wie Lützelsachsener Rittersberg Spätburgunder oder Hemsbacher Rittersberg Gewürztraminer bereichert werden.

Die nördlichste Gemeinde der WG Bergstraße eG und gleichzeitig das nördlichste der sogenannten drei „Bachdörfer“ ist Laudenbach. Die moderne Gemeinde grenzt im Westen, Osten und im Norden an Hessen. Im Süden schließt direkt die Gemarkung der Stadt Hemsbach (dem zweiten„Bachdorf“) an, welches ebenfalls im Westen und Osten an das benachbarte Hessen angrenzt. Bereits in der Zeit als Hemsbach zum Kloster Lorsch gehörte zählten zu dessen Besitz neben Wiesen und Äckern auch zahlreiche Weinberge, die gegen die Abgabe des Zehnt als Pacht, an Bauern verliehen waren.

Das dritte „Bachdorf“, Sulzbach, ist ein kleiner idyllischer Ort, der seit der Gemeindereform Baden-Württembergs 1973 der nördlichste Stadtbezirk Weinheims ist. Die Stadt Weinheim, im Lorscher Codex zwischen 755-795 als Winenheim (fränkisch: Wino) bezeichnet, bietet eine enorme Vielfalt an historischen Sehenswürdigkeiten. Guterhaltene Fachwerkhäuser sowie ein historischer Marktplatz und die Burgen Windeck und Wachenburg laden hier zum Erkunden ein.

Der größte Stadtbezirk Weinheims ist das südlich gelegene Lützelsachsen, eines der drei „Sachsenheims“, deren Namen auf die Zeit der Karolinger zurückzuführen ist. In „Sahsenheim minor“ oder Lützelsachsen findet jedes Jahr Anfang Oktober das Bergsträßer Winzerfest statt, zu dem viele Besucher an die Bergstraße kommen. „Sahsenheim superior“, heute Hohensachsen, stellt mit seinem historischen Ortskern seit 1973 den südlichsten Stadtbezirk Weinheims dar. Die Gemarkung von Großsachsen („Sahsenheim major“),dem südlichsten Mitglied der Winzergenossenschaft Bergstraße eG, erstreckt sich von den Hängen des Odenwaldes bis in die Rheinebene hinein. Der ursprüngliche Charakter der herkömmlichen Bauerndörfer an der Bergstraße ist hier noch am besten erhalten.

Winzergenossenschaft Heidelsheim eG

Rund 35 Kilometer südlich von Wiesloch, malerisch gelegen in den sanften Hügeln des Kraichgaus, liegt die ehemalige Reichsstadt Heidelsheim im Saalbachtal. Hier hat die Winzergenossenschaft Heidelsheim eG ihren Sitz.

Heidelsheim, ein Stadtteil von Bruchsal, gilt als sehr junge Weinbaugemeinde. Hier wurden nicht zur Sicherung der Lebensgrundlage, wie das andernorts oft der Fall war, sondern lediglich für den Eigenkonsum Ende des 18. Jahrhunderts knapp 68 Hektar Rebfläche bewirtschaftet. Dies zeigt ein Plan der Gemeindegemarkung aus dem Jahr 1877. 

Mit dem Auftreten der Reblaus ging die Rebfläche bis 1921 jedoch bis auf 7,5 ha zurück. Nachdem man so in den dreißiger Jahren fast den kompletten Rebenbestand verloren hatte, entschlossen sich die Heidelsheimer Winzer 1941 eine Gemeinschaftsanlage mit Ruländerreben zu erschließen. In Bruchsal inhaftierte Wehrmachtsangehörige gruben dazu das Gelände am Altenberg um. Die Reben entwickelten sich, die Lese war hervorragend, aber keiner wollte den Wein haben. Aus der Not heraus gründeten die Heidelsheimer daher 1948 ihre Winzergenossenschaft und schlossen sich dem Winzerkeller Wiesloch an. Die Trauben werden auch heute noch am Ort gekeltert und der Most wird nach Wiesloch gebracht. Die heutige Rebfläche von 40 Hektar wird von 80 Winzerinnen und Winzern der Heidelsheimer Genossenschaft bewirtschaftet. Heidelsheim war über Jahrzehnte für seinen Altenberger Ruländer bekannt. Heute wird die  Rebe jedoch meist als Grauburgunder kultiviert und ausgebaut.

Heidelsheim ist mit ca. 4.700 Einwohnern der zweitgrößte Stadtteil Bruchsals. Die Geschichte des Ortes geht weit in der Vergangenheit zurück. Der Altenberg war schon vor 6.000 Jahren in der Steinzeit besiedelt. Außerdem fand man am Fuße des Berges Überreste eines römischen Gutshofes. Unter dem Namen „Heidolfesheim“ wird Heidelsheim 770 erstmals urkundlich erwähnt.

Besuchen Sie das malerische Städtchen Heidelsheim und lassen Sie sich vom mittelalterlichen Stadtkern mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten verzaubern. Ein weiträumiger Marktplatz mit Brunnen, enge Gassen, mittelalterliche Wehrtürme und Reste der Stadtmauer stellen nur einen Teil des beeindruckenden Stadtbildes dar. Ein ausgeschilderter Rundgang zeigt Ihnen den Weg.

Winzergenossenschaft Kraichgau eG

Die jüngste und gleichzeitig größte der 8 Ortsgenossenschaften, die der Winzer von Baden eG angeschlossen sind, ist die Winzergenossenschaft Kraichgau e.G. Sie hat ihren Sitz direkt in Wiesloch.

Durch die Fusion der Ortsgenossenschaften Wiesloch, Rauenberg, Malsch wurde 2001 die Winzergenossenschaft Kraichgau eG gegründet. Bereits im Jahr darauf begann man in Wiesloch mit dem Neubau der hochmodernen Kelterstation, die die Kraichgau eG seit der Jahrhundert-Weinlese 2003 betreibt. Auch die Ortsgenossenschaften Rotenberg und Dielheim schlossen sich inzwischen der Kraichgau eG an, sodass diese derzeit knapp 370 Winzerinnen und Winzer zählt. Auf den insgesamt 245 Hektar Rebfläche dominieren die Rebsorten Weißburgunder und Spätburgunder, doch auch Raritäten wie Gewürztraminer und Scheurebe werden hier gehegt und gepflegt.

Wirtschaftlich günstig im Süden der Metropolregion Rhein-Neckar gelegen, stellt Wiesloch, das im Gründungsjahr der Kraichgau eG seine 1200 Jahrfeier beging, gemeinsam mit Rauenberg den Übergang zwischen der Badischen Berg­straße und dem Kraichgau her. Dass Wiesloch auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken kann, zeigen heute noch Reste der alten Stadtmauer im Stadtkern mit dem allseits bekannten Wehrturm „Sauermillichhaffe“. An der Lebens­art und der Ausprägung des Dialekts ist heute noch zu spüren, dass Wiesloch einmal (1225 bis 1803) Teil der Kurpfalz war.

Das direkt benachbarte Rauenberg findet im Jahr 1303 unter der Bezeichnung Ruhenberg zum ersten Mal Erwähnung. Aktuelle Ausgrabungen zeigen jedoch, dass auf der Gemarkung schon Jahrhunderte zuvor eine Wohnsiedlung bestand. Schon immer durch den Weinbau geprägt, wurde die Rebgemarkung in den Jahren nach 1950 vollständig umgestellt, geordnet und sortenrein neu bepflanzt, sodass großflächige Rebanlagen entstanden.

Malsch, am Fuße des Letzenbergs, im Nordwesten des Kraichgauer Hügellands, wurde 783 im Lorscher Codex zum ersten Mal namentlich erwähnt. Obwohl urkundlich seit dem Jahr 1302 der Weinbau für die Bevölkerung in Malsch eine tragende Rolle spielte, kam er nach dem ersten Weltkrieg fast vollständig zum Erliegen. Erst 1926 ging es mit der Gründung des Weinbauvereins Malsch wieder aufwärts. Seit der Einteilung der Rebflächen in Groß- und Kleinlagen durch das deutsche Weingesetz im Jahr 1971, stehen die Lagenbezeichnungen Malscher Ölbaum und Malscher Rotsteig für altbewährte Qualität.

2005 fusionierte Rotenberg zur Kraichgau eG. Der kleine beschauliche Ort mit dem hoch thronenden Rotenberger Schloss besteht urkundlich seit 1213 und erhielt 1338 durch Kaiser Ludwig von Bayern die Stadtrechte. Zwischenzeitlich erloschen, lebten die Stadtrechte nach der Gemeindefusion mit Rauenberg und Malschenberg wieder auf und gingen 1975 auf die Gesamtgemeinde über. Der Rotenberger Schloßberg ist die einzige Einzellage in der Umgebung, die bei der Rebflurneuordnung in den 1950iger und 60iger Jahren - wohl durch ein Versehen - nicht der Großlage Mannaberg zugeordnet wurde. 

Dielheim, das sich erst Anfang 2010 der Kraichgau eG anschloss, zählt anhand der Erwähnung im Lorscher Codex im Jahr 767 als „Divvelenheim“ zu den drei ältesten Gemeinden des Kraichgaus. Die Gründung der Ansiedlung geht jedoch wahrscheinlich auf das 6. Jahrhundert zurück. Zunächst als Notwendigkeit zur Abgabe des Zehnt an den Adel, entwickelte sich der Weinbau auch hier am Teufelskopf über die Jahrhunderte zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor.

www.kraichgau.org

Winzergenossenschaft Kürnbach eG

Rund 42 Kilometer südöstlich von Wiesloch, landschaftlich wunderschön im Übergang vom Kraichgau zum Stromberg gelegen, liegt das malerische Schwarzrieslingdorf Kürnbach. Seit 1950 hat hier die Winzergenossenschaft Kürnbach eG ihren Sitz.

Urkundlich erwähnt wurde Kürnbach erstmalig im Jahr 1278. Aus dem Güterverzeichnis des Klosters Weißenburg geht hervor, dass Kürnbach bereits seit etwa 990 im Besitz dieses Benediktinerklosters war.

600 Jahre lang war Kürnbach eine staatsrechtliche Besonderheit. Von 1320 bis 1905 war die Gemeinde ein sogenanntes Kondominat. Das bedeutet, dass das Dorf in zwei Herrschaftsbereiche geteilt war. Zwei Drittel Kürnbachs waren hessisch und ein Drittel württembergisch, später badisch.

Hierfür wurde eine eigene Gemeindeordnung erlassen. Es gab zwei Standesämter, zwei Gemeindekassen, zwei Keltern  und zwei Bürgermeister. Beide wurden auf sechs Jahre gewählt, wobei jeder nur  drei  Jahre den Vorsitz im Gemeinderat führte. Umrahmt von vielen schönen Fachwerkhäusern, kann man noch heute im historischen Ortskern die badische und die hessische Kelter bewundern.  

Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg wurde 1980 gegründet und ist mit einer Fläche von 330 km² relativ klein. Der Naturpark steht unter dem Motto Wein – Wald – Wohlfühlen. In den Tälern des Strombergs, auf den tonhaltigen sehr fruchtbaren Keuperböden, wachsen blumige Weine mit bukettbetontem Sortencharakter. Die 160 abliefernden Mitglieder der Winzergenossenschaft bewirtschaften zusammen eine Rebfläche von 82 Hektar. Auf 35% der Rebfläche wird Schwarzriesling angebaut, der hier am Rand des Strombergs hervorragend gedeiht.

Besuchen Sie Kürnbach und lassen Sie sich bei zahlreichen Veranstaltungen in die faszinierende Weinwelt entführen. Erleben Sie eine Weinwanderung, genießen Sie die kulinarische Weinprobe mit einem exklusiven 7-Gänge-Menü und den dazu passenden Weinen oder  besuchen Sie die Schwarzriesling-Kerwe am letzten Wochenende im Oktober.

http://gv-kuernbach.de/firms/winzergenossenschaft/winzergenossenschaft.html

Winzergenossenschaft Mühlhausen eG

Rund 8 Kilometer südlich von Wiesloch liegt die Gemeinde Mühlhausen mit den Ortsteilen Rettigheim und Tairnbach. Hier hat die Winzergenossenschaft Mühlhausen ihren Sitz.

Die Winzergenossenschaft Mühlhausen wurde im Jahr 1974 durch den Zusammenschluss von damals 19 Mitgliedern gegründet. Im gleichen Zug erfolgte auch der Anschluss an den Winzerkeller Wiesloch. Die heute 66 Winzer und Winzerinnen, die ihre Trauben meist im landwirtschaftlichen Nebenerwerb in der Kelter in Mühlhausen anliefern, gehören neben den Ortsteilen der Gemeinde Mühlhausen  auch den Nachbargemeinden Angelbachtal, Eschelbach oder z.B. Östringen an. Auf insgesamt 27 Hektar werden rund um Mühlhausen derzeit hauptsächlich die Rebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Riesling und Grauburgunder angebaut.

Mit der Eingemeindung von Rettigheim 1972 und Tairnbach 1975 wurde Mühlhausen zur Gesamtgemeinde mit heute rund 8000 Einwohnern. „Mulnhusen“ und „Radinchheim“ wurden erstmals in den Jahren 783 bzw. 788 im Lorscher Codex erwähnt. Da der Kraichgau allerdings weit früher schon besiedelt war, geht die Erstbesiedelung der beiden Ortschaften wahrscheinlich weit vor die geschichtliche Erwähnung zurück. „Dernbach“ dagegen ist nicht so alt und taucht erstmals um 1300 in einem bischöflich speyerischen Verzeichnis auf.

Während der Weinbau vorher mehr in Bezug auf die Massenproduktion florierte, setzten sich gegen Ende der 1960er Jahre auch in Mühlhausen neuzeitliche Anbaumethoden und die gezielte Auswahl geeigneter Rebsorten durch. Seither steht der Gebietsname „Heiligenstein“ für rebsortenreine Weinqualität.

Winzergenossenschaft Sulzfeld an der Ravensburg eG

Sulzfeld liegt im östlichen Kraichgau rund 40 Kilometer südlich von Wiesloch. Die Gemeinde schmiegt sich in die Kraichgauer Hügellandschaft und ist von Weinbergen umgeben. Mit einer Gesamtrebfläche von rund 100 Hektar zählt Sulzfeld zu den größten Weinbaugemeinden in Nordbaden. Hier hat die Winzergenossenschaft Sulzfeld ihren Sitz.

Die Geschichte des 1075 erstmals urkundlich erwähnten Ortes Sulzfeld ist eng mit der Burg Ravensburg verbunden, deren Bau um 1200 begann. Der hiesige Weinbau wurde erstmals im Jahr 1245 erwähnt und hat somit eine lange Tradition. 1807 waren auf der Gemarkung Sulzfeld etwa 160 Hektar mit Reben bestockt, die Fläche ging jedoch aufgrund von Rebschädlingen um 1900 rapide zurück. Erst im Zuge mehrerer Rebflurbereinigungen zwischen 1940 und 1970 fand man neue Möglichkeiten nun wirtschaft­licher und ertragreicher arbeiten zu können.  Die 1951 von damals 17 Winzern gegründete Winzergenossenschaft Sulzfeld hatte einen maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung. Mussten die Genossenschaftsmitglieder  im Jahr 1954 zur Finanzierung der ersten Traubenpresse und zum Bau des Kelterhauses im Jahr 1961 noch einen Teil ihrer Traubengelder als zinsloses Darlehen zur Verfügung stellen, so verbesserte sich die Ertragslage doch stetig.  

Mittlerweile zählt die Winzergenossenschaft Sulzfeld ca. 250 Mitgliederinnen und Mitglieder. Auf gut 75 Hektar Rebfläche der Gemarkungen Sulzfeld, Zaisenhausen, Kraichtal-Gochsheim und Eppingen-Mühlbach kultivieren sie neben den  Hauptsorten Schwarzriesling und Riesling auch die für das Weinanbaugebiet Baden eher ungewöhnlichen Rebsorten Lemberger und Trollinger. Kennt man diese Weinsorten ansonsten eher als württem­bergische Spezialität, so sind sie am Rande Nordbadens doch ebenso heimisch.

Zu den Weinbauorten der WG Sulzfeld zählt unter anderem die Stadt Eppingen mit seinen Stadtteilen Adelshofen, Kleingartach, Mühlbach, Richen und Rohrbach. Historiker sind sich sicher, dass nicht zuletzt die Lage im „fruchtbaren, klimatisch begünstigten Altsiedelland des Kraichgau“ auf eine Entstehung der Stadt im 3. oder 4. Jahrhundert schließen lässt. Seine Ernennung zur Stadt im Jahr 1192 machte Eppingen zu einer der ältesten Städte des deutschen Südwestens, die später sogar zur Reichsstadt aufstieg.

Der idyllische Ort Gochsheim ist ein Teil der Stadt Kraichtal und wurde bereits 804 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1250 erhielt Gochsheim die Stadtrechte, welche bei der großen Gemeinde­reform Anfang der 1980er Jahre Grundlage der heutigen Gesamtgemeinde Kraichtal wurden. Für mehr als 300 Jahre, von 1504 bis 1806, zählte Gochsheim zu Württemberg und wurde erst dann badisch.

Zaisenhausen, die heute kleinste selbstständige Gemeinde des Landkreises Karlsruhe, geht auf eine Schenkung des Weißenburger Klosters an einen Ritter von Ceisenhausen im Jahre 991 zurück. Eine Vielzahl historischer Funde lässt darauf schließen, dass es auf der fruchtbaren Gemarkung Zaisenhausen schon seit über 7000 Jahren Siedlungen gab.

Winzergenossenschaft Tiefenbach eG

Rund 20 Kilometer südöstlich von Wiesloch liegt Tiefenbach, ein Ortsteil der Gemeinde Östringen. Hier hat die Winzergenossenschaft Tiefenbach ihren Sitz.

Tiefenbach ist eine der ältesten, der Winzer von Baden eG angeschlossenen Winzergenossenschaften. Nach dem erstmaligen Zusammenschluss von Malsch, Rauenberg, Rotenberg und Wiesloch im Jahr 1935 folgte im darauffolgenden Jahr 1936 die Gründung der Winzergenossenschaft Tiefenbach, die in den damaligen „Verkaufsverein Kurpfälzischer Winzergenossenschaften Sitz Wiesloch“ aufgenommen wurde.

Heute, nach dem Beitritt der Winzergenossenschaft Elsenz 1967 und der Fusion mit Odenheim und Neuenbürg 2004, gehören der Genossenschaft rund 170 Winzerinnen und Winzer an. Auf einer Rebfläche von rund 110 Hektar dominiert auf den „Berghängen“ des Kraichgau die Rebsorte Riesling mit gut einem Drittel der Fläche gefolgt von Spätburgunder, Müller-Thurgau und Weißburgunder. Anbaulagen wie Tiefenbacher Stiftsberg, Neuenbürger Stiftsberg oder auch Odenheimer Königsbecher sind Weinkennern in der Region seit jeher ein Begriff und ver­sprechen beste Qualität.

Die Ortschaften Tiefenbach, Odenheim, Neuenbürg und Elsenz sind malerisch in die Kraichgauer Hügellandschaft eingebettet. Umringt von Weinbergen, Wäldern und Ackerflächen bieten sie hervorragende geographische und klimatische Bedingungen für den Weinbau. Wie ein Fund von 60 Millionen Jahre alten versteinerten Resten von Rebpflanzen beweist, war der Weinbau hier schon immer beheimatet.

Winzergenossenschaft Zeutern eG

Gut 17 Kilometer südlich von Wiesloch liegt Zeutern, ein Ortsteil der Gemeinde Ubstadt-Weiher. In diesem liebenswerten Kraichgauort hat die Winzergenossenschaft Zeutern ihren Sitz.

In einer Gründungsversammlung am 20. September 1951 legten 25 Winzer den Grundstein für die Winzergenossenschaft Zeutern und die Mitgliedschaft im damaligen „Verkaufsverein Kurpfälzischer  Winzergenossenschaften“, dem heutigen Winzerkeller Wiesloch. Nach mehreren Fusionen zunächst 1970 mit Stettfeld, dann 2000 mit Bruchsal und Langenbrücken-Ubstadt, 2007 mit Unter­öwisheim, 2009 mit Oberöwisheim und zuletzt im Jahr 2017 mit Eichelberg bewirtschaften die 280 Mitglieder der Genossenschaft heute knapp 110 Hektar Rebfläche. Neben den Hauptsorten Müller-Thurgau, Riesling und Spätburgunder wird auf den Flächen rund um Zeutern auch Auxerrois kultiviert. Diese Spezialität des Kraichgau findet hier die richtigen Böden, um seine Charaktereigenschaften optimal ausspielen zu können.

Die Stadt Bruchsal blickt auf eine weit zurückreichende und wechselhafte Geschichte zurück. Über die Regionsgrenzen hinaus ist es für das prächtige Barockschloss aus dem 17. Jahrhundert bekannt, welches den Fürstbischöfen von Speyer etwa 100 Jahre lang als Residenz diente.

Langenbrücken ist ein Teil der Doppelgemeinde Bad Schönborn, welche geo­graphisch am Übergang des Kraichgauer Hügellandes in den Oberrheingraben gelegen ist. Bereits 1766 wurde hier das erste Schwefelbad errichtet, das Franz Peter Sigel 1824 übernahm und somit den Grundstein für die heutige Bedeutung des Ortes als Kurort legte.

Die erste urkundliche Erwähnung der Ortschaften Oberöwisheim und Unteröwisheim geht auf das Jahr 771 unter der gemeinsamen Bezeichnung „Auwinsheim“ zurück. Zu dieser Zeit war der Weinbau hier bereits heimisch. Erst 1277 erfolgte eine Unterscheidung in Ober- und Unteröwisheim. Im Zuge ständig wechselnder Hoheitsrechte gehörte Unteröwisheim von 1747 bis 1806 zu Württemberg und erst danach wieder zum Großherzogtum Baden. Heute bilden die beiden Kraichgauorte gemeinsam mit sieben weiteren Ortsteilen die Stadt Kraichtal.

Stettfeld ist, obwohl heute kleinster Ortsteil der Gemeinde Ubstadt-Weiher, einer der ältesten Orte der Region. Funde und Ausgrabungen belegen, dass in Stettfeld bereits im 4.Jhdt.v.Chr. die Kelten siedelten. Außerdem verlief die römische Nord-Süd-Fernstraße mitten durch das damalige „vicus“ Stettfeld.

Im Lorscher Codex 769 als „Villa Hubestadt in pago Enzigowe“ geführt, gehört Ubstadt heute zur Gemeinde Ubstadt-Weiher. Das älteste Gebäude aus der Zeit um 1600 ist das als Bannkelter des Hochstifts Speyer gebaute Kelterhaus, welches den Ubstadter Winzern bis 1998 noch als Kelter diente.

Wie so viele Orte der Region taucht auch Zeutern zum ersten Mal um 770 im Lorscher Codex auf. Hier als „villa ziuterna“ bezeichnet. Zeutern schuf sich schon früh einen Ruf als Weinbaugemeinde, denn nachweislich werden auf den Flächen rund um Zeutern seit dem Jahr 1150 Wein­reben kultiviert.

Winzerhof Dachsbuckel

Das Weingut Werner Bauer auf dem Heidelberger Dachsbuckel bewirtschaftet als Familienbetrieb mehr als ein Drittel der gesamten Heidelberger Rebfläche. 17,5 Hektar umfasst die Rebfläche, die das Ehepaar Werner und Ingrid Bauer mit Sohn Andreas und Tochter Christine auf und um den Heidelberger Dachsbuckel und den Heidelberger Mannaberg pflegen und bearbeiten. Diese Fläche entspricht mehr als einem Drittel der gesamten Rebfläche der Gemarkung Heidelberg.

Weingutgründer Heinrich Bauer pflanzte 1957 die ersten Reben auf dem Dachsbuckel und sorgte so dafür, dass die gesamte Lage Dachsbuckel in den exklusiven Familienbesitz überging. Er war es auch, der im Jahr 1976 den Anschluss des Weingutes an den Winzerkeller Wiesloch bewirkte. Spezialitäten wie Auxerrois Spätlese, Kerner Kabinett und Bacchus Auslese runden das vielseitige Rebsortenangebot seither ab und stellen eine hervorragende Ergänzung des Winzerkeller-Sortiments dar.

Schon zu Zeiten des Kurfürsten Karl Philipp spielte der Weinbau rund um Heidelberg eine wirtschaftliche wie gesellschaftliche Rolle. Eindrucksvolles Zeugnis gibt hierüber noch heute das große Fass im Heidelberger Schloss, dem hoch über dem Neckar thronenden Wahrzeichen der Stadt. Jährlich locken die Sehenswürdigkeiten Heidelbergs rund 3,5 Millionen Gäste in die Kurpfalz.

Das Weingut Dachsbuckel liegt inmitten idyllischer Weinberge und dennoch nur knapp 6 Kilometer vom Heidelberger Stadtzentrum entfernt. Bei jährlichen attraktiven Veranstaltungen wie einem Tag der offenen Tür im Sommer und einem vorweihnachtlichen Markt zu Beginn der Adventszeit lädt Familie Bauer Weinfreunde aus nah und fern zum Genießen ein.

www.heidelberger-dachsbuckel.de